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Thursday, 26. august 2010 4 26 /08 /Aug. /2010 13:11

 

 

Oh Mann.

 

Am Dienstag wollte ich zu M. fahren, um ihm seine DVDs zu geben und weil ich hasenfrei hatte und unbedingt biken wollte. Und, naja, ich mein, ich bin seit fünf Jahren allein und echt einsam zuweilen... er ist halt einer von den zweien, die ich dann in so einer Situation mal besuchen gehen kann, dann und wann. Nah fühle ich mich ihm nicht, überhaupt nicht, aber ich kenne ihn gut und auf One-Night-Stands kann ich sowieso nicht.

 

Aber als ich da am Kiosk ankam, sah ich den S. - meinen lieben S. -  um die Ecke biegen, in Richtung M. Mein Herz ist mir fast stehen geblieben.

 

Ich hab mich dann entschlossen, nicht zu M. zu fahren, weil es mir auch gar nicht mehr um M. ging... und es ging auch nicht mehr um Sex. Mein Herz - wie das Fähnchen auf dem Turme, das sich dreht bei Wind und Sturme kam ich mir vor. Meine Gefühle brachen so auf mich ein, dass ich keine Luft mehr bekam, ich weiss nicht, wie ich es sonst beschreiben soll, was in dem Moment in mir vorging.

 

Ich war dann schon fast wieder am Bahnhof, in Gedanken zurück versetzt in die Zeit, als ich S. das erste Mal traf... unseren Weg zur Tankstelle bin ich gefahren und war völlig versunken, als ich wieder umdrehte... oder, besser gesagt: als "es" mich wieder umdrehte. Ich weiss nicht genau, was "es" war, es hatte nichts Rationales. Es war pure Emotion und dagegen bin ich machtlos, es ist so unsagbar, unsagbar schwer für mich, gegen mein Gefühl zu handeln - selbst wenn ich genau weiss, dass ich grad mit Anlauf ins offene Messer renne. Es ist die Hölle.

 

Als ich wieder zu mir kam, stand ich vor M.'s Tür und hatte auch schon geklingelt. Ich wusste, das ist Scheiße, was ich da grad mache, aber ich wollte unbedingt, unbedingt S. sehen. Unbedingt, unbedingt, unbedingt. Ich konnte einfach nicht anders, es war wie ein Zwang. M. machte auf, und dann war ich da.

 

Ich wollte nur kurz die DVDs abgeben, eine rauchen und dann - vor S. - abhauen, damit er sieht, dass ich nicht da war, um mit M. in die Karre zu hüpfen. Ich wollte nie wieder was mit M. haben. Ich wollte S. sehen und sehen, wie er mich ansieht, ob vielleicht auch bei ihm noch - und sei es nur ein kleiner Funke - etwas von dem übrig ist, was er mal für mich gefühlt hat.

 

Ich weiss, das ist vor dem Hintergrund, dass ich mit M. geschlafen habe, echt sehr, sehr  viel verlangt. Aber ich dachte, wenn S. mich jetzt wieder abhauen sieht und ich mit M. nichts mehr mache, dann kann S. mir vielleicht irgendwann in geraumer Zukunft irgendwie verzeihen... und wir könnten es vielleicht noch einmal zusammen versuchen... ich weiss, ich bin naiv, viel zu naiv für mein Alter.

 

Scheisse war dann, dass E. und Freundin auch da waren und S. anboten, ihn nach Hause zu bringen. Zwei Minuten später hauten die ab, ich hatte nicht mal aufgeraucht, Scheiße !!! Boah, jetzt saß ich da auf M.'s Sofa und wäre doch so viel lieber mit S. mitgegangen... ich würde so gerne mal wieder mit ihm reden, so wie wir halt zusammen geredet haben. Ich möchte ihm einfach wieder nah sein. Emotional vor allem, aber auch körperlich.

 

Eine Minute später fiel Markus auf, dass S. seinen Schlüssel vergessen hatte. Ich bot mich direkt an, S. mti dem Rad entgegenzufahren und ihm den Schlüssel zu bringen, so hätte ich mich auch bei M. gut aus der Affäre ziehen können. Aber M. fand den Vorschlag zum Kotzen, nett gesagt, drückte mir nen blöden Spruch und das wars dann. Wie gerne hätte ich M. das Telefon aus der Hand gerissen und S. gesagt, dass ich in fünf Minuten seinen Schlüssel in den Briefkasten werfe oder so... natürlich hätte ich gehofft, dass er mich kurz reinlässt, auf ein Kippchen und dann wäre ich wieder gefahren. Utopien alles, wahrscheinlich haßt er mich wie die Pest.

 

Ich schreib morgen weiter, veröffentliche das hier aber schon mal... ich bin bekloppt  ;o))

von DasB - veröffentlicht in: Diary
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